Das russische Finale bei den Pacific Open in Tokio war eine klare Angelegenheit. Dinara Safina hat sich mit einem glatten 6:1, 6:3-Sieg gegen Swetlana Kusnezowa durchgesetzt und sich damit in der Weltrangliste auf den dritten Rang verbessert. Für ihre Kontrahentin war es bereits die vierte Niederlage in einem Finale diesen Jahres.
Safina wirkte frischer und ausgeruhter. “Ich wusste, wenn ich Swetlana bezwingen will, muss ich meine Chance von Beginn an nutzen und sehr aggressiv spielen. Das hat geklappt”, sagte die 22-Jährige nach ihrem Sieg. Kusnezowa, die im Gegensatz zu Safina am vergangenen Wochenende im Finale des russischen Fed-Cup-Teams beim 3:0-Sieg über Spanien stand, war entsprechend traurig.
“Natürlich bin ich enttäuscht”, erklärte die 23-Jährige, die schnell die Gründe für ihre Pleite beim mit 1,34 Millionen Euro dotierten Hartplatz-Turnier fand: “Ich kam direkt vom Fed Cup, wo auf Sand gespielt wurde, und bin viel später hier eingetroffen als normalerweise üblich. Außerdem hat Dinara wirklich ausgezeichnet gespielt.”
Ana Ivanovic hat die serbische Dominanz im Tennis untermauert. Nachdem Novak Djokovic den Titel bei den Herren holte, gewann die 20-jährige Landsfrau ebenfalls das WTA-Top-Turnier in Indian Wells.
Im Finale ließ die Weltranglisten-Zweite ihrer russischen Kontrahentin Swetlana Kusnezowa keine Chance und fegte sie mit 6:4, 6:3 vom Platz. Für Ivanovic war es bereits der sechste Titel auf der WTA-Tour, aber erst ihr erster in diesem Jahr. Bei den Australian Open unterlag sie Maria Sharapova im Finale.
Auf dem Weg ins Finale kam es in der Vorschlussrunde zu zwei Länderduellen. Dabei besiegte Ivanovic Jelena Jankovic in drei Sätzen. Im zweiten, rein russischen Halbfinale gewann Kusnezowa gegen die Weltranglisten-Vierte Sharapova ebenfalls in drei Sätzen mit 6:3, 5:7, 6:2.
“Es fühlt sich einfach großartig an”, freute Ivanovic nach dem Sieg. “Mir war klar, dass ich sehr aggressiv spielen und mich so viel wie möglich bewegen muss. Ich denke, dass ist mir heute sehr gut gelungen”, analysierte die Belgraderin das 82 Minuten lange Finale.
Die unterlegene Finalistin zeigte sich indes als faire Verliererin. “Niederlagen sind immer schmerzhaft, aber ich schaffe es lieber bis ins Finale und verliere erst dann. Ana hat unglaublich gespielt im ersten Satz und alle wichtigen Bälle verwandelt. Im zweiten Durchgang war der Druck für mich dann noch größer, denn ich musste ja etwas tun. So konnte sie mein Service drei Mal durchbrechen. Ich habe außerdem zu oft auf ihre Vorhand gespielt”, erläuterte Kusnezowa nach dem Spiel.
Hier das Video zur Pokalübergabe:
Es gleicht schon fast an ein kleines Tennismärchen! Der Ukrainer Sergej Stachowski hat das Turnier in Zagreb gewonnen und damit für eine Riesenüberraschung gesorgt. Im Finale entriss er Ivan Ljubicic den sicher geglaubten Turniersieg.
Der als “Lucky-Loser” nur dank der Absage eines Kollegen ins Teilnehmerfeld
der 32 Profis gelangte Stachowski (209. der Weltrangliste) behielt gegen den topgesetzten kroatischen Lokalmatador Ljubicic die Oberhand und holte durch einen glatten 7:5, 6:4-Erfolg seinen ersten Turniersieg. Vor diesem Triumph hatte er auf der ATP-Tour von 19 Matches gerade einmal 6 gewonnen. Zum Vergleich: Der in der Weltrangliste auf Position 25 geführte Ljubicic kann auf 8 Titel und 330 Siege in 545 Matches verweisen.
Derweil hat Jelena Dementjewa das russische Finale beim Tennisturnier in Dubai gewonnen. Gegen die als Nummer zwei sechs Plätze besser eingestufte Swetlana Kusnezowa setzte sich die 26- Jährige in einem spannenden Finale mit 4:6, 6:3, 6:2 durch.
Die Weltranglisten-Elfte holte sich bei dem mit 1,5 Millionen Dollar dotierten Wüsten-Turnier mit dem vierten Erfolg im neunten Vergleich gegen die im Ranking auf Position drei geführte Kusnezowa ihren ersten Titel der Saison.
“Ich bin sehr glücklich”, sagte Dementjewa, die 2004 im Finale der US Open gegen die vier Jahre jüngere Kusnezowa verloren hatte. “Ich bin zum ersten Mal hier in Dubai und bin gleich so erfolgreich”, freute sie sich über ihren neunten Turniersieg.
Dabei sei es schwierig gewesen, weil sie sich für die Niederlage im letzten Match im August vorigen Jahres in New Haven revanchieren wollte. “Als ich den ersten Satz dann auch noch verloren hatte, habe ich nur noch versucht, locker zu bleiben und positiv zu denken”, sagte Dementjewa. “Ich habe mich auf jeden Punkt konzentriert – und es hat geklappt.”