Am Ende stand auch Philipp Kohlschreiber mit leeren Händen da! In der ersten Runde des ATP-Turniers in Dubai musste sich Deutschlands derzeitige Nummer eins gegen Rafael Nadal mit 6:3, 1:6, 4:6 geschlagen geben.
Somit müssen alle drei gestarteten Deutschen die Koffer packen. Am Montag erwischte es bereits Tommy Haas (0:6, 3:6 gegen David Ferrer) und Rainer Schüttler (6:7, 6:4, 1:6 gegen Fernando Verdasco).
Die Generalprobe für das Davis-Cup-Viertelfinale gegen Spanien am 11. bis 13. April in Bremen ist damit gründlich in die Hose gegangen.
Doch Kohlschreiber erntete nach seiner Pleite viel Lob von Nadal.
“Er hat das Turnier in Auckland gewonnen und auch hier gut gespielt. Ich war mit gewissen Zweifeln angereist und hatte mein Selbstvertrauen nicht von Beginn an”, sagte der Weltranglisten-Zweite. “Kohli” kam gegen Nadal gut in die Partie, verlor aber nach dem gewonnen ersten Satz den Faden. Vor allem mit seiner Rückhand konnte der Augsburger nicht wie gewohnt punkten. Nachdem Nadal im Entscheidungssatz das zweite Break gelang, war das Match entschieden.
Für den großen Paukenschlag am ersten Tag des Wüsten-Turniers sorgte aber Titelverteidiger Roger Federer. Sensationell schied der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz schon in der ersten Runde aus, was dem viermaligen Dubai-Sieger zuletzt im Jahr 2004 passiert war. Dem Briten Andy Murray unterlag der “Weltsportler des Jahres” mit 7:6 (8:6), 3:6, 4:6.
In der ersten Runde eines Turniers hatte der 26-jährige Topfavorit, der sein erstes Turnier seit dem verlorenen Finale bei den Australian Open bestritt, zuletzt vor dreieinhalb Jahren gegen den Slowaken Dominik Hrbaty in Cincinnati verloren.
Die Generalprobe ging schon mal gründlich in die Hose. Hinblickend auf das Davis-Cup-Viertelfinale gegen Spanien vom 11. bis 13. April in Bremen sind die Aussichten auf das Erreichen der nächsten Runde mehr als düster.
Beim ATP-Turnier in Dubai kassierte Tommy Haas in der ersten Runde eine bittere 3:6, 0:6-Pleite gegen den Spanier David Ferrer. “Es wird verdammt eng. Im Moment fühle ich nicht, dass ich unter den Top zwei der deutschen Spieler bin”, sagte Haas. “Die Besten und Fitten sollen für ihr Land spielen.”
Es ist rauszuhören, dass sich der 29-Jährige noch nicht in der Lage sieht, dem deutschen Team
im Davis Cup zu helfen zu können. Auf dem Holzweg liegt Haas mit seiner Einschätzung nicht.
Vier Monate nach seiner erneuten Schulter-OP rennt der Wahl-Amerikaner immer noch seiner Form hinterher. Bei insgesamt vier Turnier-Teilnahmen in diesem Jahr hat der ehemalige Weltranglisten-Zweite erst zwei Matches für sich entscheiden können. Gegen Ferrer war es für Haas die zweite Schlappe im zweiten Spiel.
“Wäre ich ein Pferd, wäre ich schon dreimal erschossen worden. Der Arm ist sehr langsam und sehr müde – ich würde sagen, ein bisschen rostig. Es wird ein harter Weg, um wieder Anschluss zu finden. Vielleicht kommt es nie wieder”, resigniert Haas. Aber auch das zweite deutsch-spanische Duell ging an die Iberer. Rainer Schüttler verlor sein Auftaktmatch gegen Fernando Verdasco mit 6:7 (7:9), 6:4, 1:6.
Nun ruhen die Hoffnungen auf der Deutschen Nummer eins Philipp Kohlschreiber. Doch angesichts seines Gegners, dem dreimaligen French-Open-Sieger Rafael Nadal, sind diese äußerst gering.
Es gleicht schon fast an ein kleines Tennismärchen! Der Ukrainer Sergej Stachowski hat das Turnier in Zagreb gewonnen und damit für eine Riesenüberraschung gesorgt. Im Finale entriss er Ivan Ljubicic den sicher geglaubten Turniersieg.
Der als “Lucky-Loser” nur dank der Absage eines Kollegen ins Teilnehmerfeld
der 32 Profis gelangte Stachowski (209. der Weltrangliste) behielt gegen den topgesetzten kroatischen Lokalmatador Ljubicic die Oberhand und holte durch einen glatten 7:5, 6:4-Erfolg seinen ersten Turniersieg. Vor diesem Triumph hatte er auf der ATP-Tour von 19 Matches gerade einmal 6 gewonnen. Zum Vergleich: Der in der Weltrangliste auf Position 25 geführte Ljubicic kann auf 8 Titel und 330 Siege in 545 Matches verweisen.
Derweil hat Jelena Dementjewa das russische Finale beim Tennisturnier in Dubai gewonnen. Gegen die als Nummer zwei sechs Plätze besser eingestufte Swetlana Kusnezowa setzte sich die 26- Jährige in einem spannenden Finale mit 4:6, 6:3, 6:2 durch.
Die Weltranglisten-Elfte holte sich bei dem mit 1,5 Millionen Dollar dotierten Wüsten-Turnier mit dem vierten Erfolg im neunten Vergleich gegen die im Ranking auf Position drei geführte Kusnezowa ihren ersten Titel der Saison.
“Ich bin sehr glücklich”, sagte Dementjewa, die 2004 im Finale der US Open gegen die vier Jahre jüngere Kusnezowa verloren hatte. “Ich bin zum ersten Mal hier in Dubai und bin gleich so erfolgreich”, freute sie sich über ihren neunten Turniersieg.
Dabei sei es schwierig gewesen, weil sie sich für die Niederlage im letzten Match im August vorigen Jahres in New Haven revanchieren wollte. “Als ich den ersten Satz dann auch noch verloren hatte, habe ich nur noch versucht, locker zu bleiben und positiv zu denken”, sagte Dementjewa. “Ich habe mich auf jeden Punkt konzentriert – und es hat geklappt.”
Hartplatz! Auf diesem Belag wird das deutsche Davis-Cup-Team ihre Viertelfinalbegegnung gegen Spanien austragen. Dies teilte Teamchef Patrik Kühnen mit. “Wir haben im vergangenen Jahr sehr gute Erfahrungen mit diesem Belag gemacht und uns aus diesem Grund dafür entschieden auf Rebound Ace zu spielen.”
Rebound Ace? Ja, so heißt der Kunststoffbelag auf dem das Duell vom 11. bis 13. April in Bremen ausgetragen wird.
Gute Erfahrungen? Ja, denn im Februar 2007 siegte die deutsche DTB-Auswahl gegen das favorisierte Team aus Kroatien in der ersten Runde überraschend mit 3:2 und zog nach dem geschafften Klassenerhalt bis ins Halbfinale ein. Gegen die Kroaten hatte vor allem der auf Hartplatz am stärksten spielende Tommy Haas überzeugt.
Mit Haas gegen Spanien? Ungewiss! Ob Haas nach seiner Pause in der ersten Runde den Deutschen diesmal zur Verfügung steht ist unsicher. Dafür ist aber noch bis zum 1. April Zeit. Dann muss die Nominierung vorgenommen werden.
Kommt Rafael Nadal? Ja! Der “Sandkönig”, der in der ersten Runde noch auf einen Einsatz verzichtet hatte, hat seinen Start bekannt gegeben. “In Rotterdam spiele ich mit Tommy Robredo Doppel und in Indian Wells spiele ich mit David Ferrer, um mich auf die Olympischen Spiele und das nächste Davis-Cup-Match gegen Deutschland vorzubereiten”, sagte Nadal.
Deutsche Aussichten? Eher düster. Zwar genießt Deutschland Heimrecht und „muss“ nicht auf Sandplatz gegen Spanien antreten, doch die Spanier haben ihre Stärke allerdings längst nicht mehr nur auf Sand. Nadal stand zuletzt im Australian-Open-Halbfinale, David Ferrer erreichte 2007 die Vorschlussrunde bei den US Open.
Aber dennoch dürfen Kohlschreiber und Co. den Kopf nicht in den Sand, oder vielmehr in “Rebound Ace”, stecken.
An diesem Wochenende treffen die deutschen Tennisasse von Trainer Patrick Kühnen im Erstrundenmatch des Davis Cups in Braunschweig auf das Team aus Südkorea. Die deutschen Athleten hoffen, ähnlich erfolgreich im Davis Cup zu bestehen wie im vergangenen Jahr, wo man erst im Halbfinale knapp an Russland gescheitert war.
Für das Einzel nominierte Trainer Patrick Kühnen Phillip Kohlschreiber, der nach seinem Turniersieg in Auckland von einem Erfolg zum nächsten eilt, sowie Florian Mayer, der in diesem Jahr bisher unauffällig agierte. Die deutsche Nummer 1, Tommy Haas, musste wegen einer erneuten Verletzung passen und hofft, in der nächsten Runde zur Verfügung zu stehen. Anders verhält es sich bei Nicolas Kiefer. Ihn nahm Kühnen diesmal nicht mit nach Braunschweig, weil auch er aufgrund von Verletzungen bisher nicht die entsprechende Form gefunden hatte. Kiefer reagierte sehr enttäuscht auf die Nicht-Nominierung, wird aber auch in den nächsten Runden bei Bedarf für Deutschland auf dem Court stehen.
Inzwischen ist Deutschland dank Phillip Kohlschreiber bereits mit 1:0 in Führung gegangen. Gegen den Koreaner Jae-Sung An gewann er mit 6:2, 6:2, 6:2 und feierte eine gelungene Premiere im deutschen Davis Cup-Team. Gegen den Weltranglisten-329. Benötigte Kohlschreiber gerade einmal 105 Minuten und brauchte während des gesamten Spieles nicht einen einzigen Satzball abwehren. So konnte er vor über 4.000 Zuschauer genügend Kraft sparen für das ausstehende Doppel und Einzelmatch. In der zweiten Partie des Tages trifft Florian Mayer auf Hyung-Taik Lee, der momentan Weltranglistenplatz 44 belegt. Damit ist der Koreaner 24 Plätze besser als der Bayreuther Mayer.
Morgen findet dann das Doppel statt, bei dem Kohlschreiber zusammen Pfetzschner gegen die Südkoreaner antritt. Abschließend werden dann am Sonntag die anderen Einzel veranstaltet.
Lange Zeit galt sie nur als die Schönheitskönigin unter den Tennisspielerinnen dieser Erde und sportliche Erfolge wurden ihr lange abgesprochen, jedoch mit dem Erfolg bei den Australien Open dürfte auch die schärfsten Kritiker von den Qualitäten der russischen Ausnahmespielerin überzeugt sein. weiterlesen »